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WordPress-Relaunch erfolgreich umsetzen

Bevor Ihre Website umgestaltet werden kann, sollten Sie genauestens planen, was wie geändert werden soll. Es ist wichtig, dass Sie den Überblick bewahren, um inhaltliche und strukturelle Fehler zu vermeiden. Machen Sie sich eine Übersicht der alten und der neuen Seitenstruktur. Behalten Sie außerdem im Hinterkopf, was der Zweck des Relaunches ist, wer Ihre Zielkunden sind und ob all Ihre Änderungen schlussendlich auch zum Erreichen dieses Ziels beitragen.

Holen Sie sich Feedback über die neue Struktur und das geänderte Design der neuen Website ein, um sicherzugehen, dass die neue Website für Außenstehende logisch und übersichtlich ist. Die besten Versuchskaninchen sind übrigens Ihre Kunden. Im Idealfall binden Sie sie vor, während und nach dem Relaunch in den Prozess mit ein. Stellen Sie ihnen zum Beispiel einfache Aufgaben (“Was ist unser Angebot?”, “Wie findet man zu uns?”, “Stelle eine Projektanfrage”) und schauen Sie Ihren Kunden bei der Suche auf Ihrer Website über die Schulter. Glauben Sie uns: Gute Kunden helfen Ihnen dabei gern. Vielleicht motiviert durch die Einladung zu einem Mittagessen 😉

Denken Sie immer daran: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Soll heißen: Nicht alles, was aus Sicht von Insidern im Unternehmen ‘logisch’ ist, ist aus Sicht des unbedarften Besucher der Website verständlich.

Relaunch-Testumgebung

Damit der Wechsel zur neuen Website so reibungslos wie möglich erfolgt, bauen wir die neue Website bei einem Relaunch immer zunächst auf einer Staging- oder Testumgebung auf. Diese neue WordPress-Installation kann durchaus auf einer Subdomain wie https://test.ihredomain.de/ auf dem selben Server der aktuellen Website erfolgen. So spart man sich später den nicht immer einfachen Umzug der Website und muss nur die URLs anpassen.

Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass Ihre aktuelle Website so lange wie möglich bestehen bleibt und Sie nicht am offenen Herzen (die aktuelle Webpräsenz) operieren müssen. Die “Testumgebung” schirmen wir mittels Plug-ins wie Network Privacy vor Blicken von außen ab, damit vor dem Launch der neuen Seite noch niemand diese zu sehen bekommt.

Bleiben viele Seiten und Inhalte bestehen, können Sie auf diesem Wege die aktuelle Website auf Ihre Test-Website duplizieren, sodass Sie eine gute Grundlage für den Relaunch haben und sich die Arbeiten auf die neuen Inhalte/Seiten/Strukturen und die Umsetzung des neuen Designs begrenzen.

Umleitung: 301-Redirects

Mit dem Umgestalten einer Website geht oftmals auch eine Anpassung der Seitenstruktur einher. Seiten werden umstrukturiert, URLs umbenannt oder sie werden komplett entfernt. Hier müssen Sie stets den Überblick bewahren. Wichtig ist, dass Sie Ihre Permalinks im Blick haben, damit nach dem Relaunch möglichst keine 404-Fehler, d.h. “tote Links” entstehen, die ins Leere führen.

Ein Beispiel:

Sie benennen Ihre Seite „Angebote“ in „Unser Angebot“ um. Gleichzeitig ändern Sie auch den Permalink der Seite von https://ihrewebsite.de/angebot/ in https://ihrewebsite.de/unser-angebot/. Das führt dazu, dass bisherige Verlinkungen von anderen Websites, Social-Media-Beiträgen oder dem Suchergebnis von Google nicht mehr zum gewünschten Ziel führen, da die Seite unter der Adresse ja nicht mehr existiert. Besucher, die dem Link gefolgt sind, würden auf einer 404-Fehlerseite landen und sich ärgern (auch Google mag das überhaupt nicht!).

Um das zu verhindern, müssen Sie für alle Seiten mit unbenannter oder fehlender URL unbedingt einen “301-Redirect” einrichten. Für den Besucher oder den Google-Bot übermittelt eine 301-Weiterleitung, dass die gewünschte Seite dauerhaft verschoben und künftig unter der neuen Adresse zu erreichen ist.

Zur Weiterleitung Ihrer fehlenden oder unbenannten Seiten eignet sich das Plug-in Simple 301 Redirects, ein sehr simples Plug-in, wie der Name bereits vermuten lässt.

In dem Plug-in tragen Sie (im Falle unseres Beispiels) ein, dass jedes mal, wenn ein Besucher versucht die Adresse https://ihrewebsite.de/angebot/ aufzurufen, dieser stattdessen auf https://ihrewebsite.de/unser-angebot/ umgeleitet wird.

Themes und Plug-ins

Besteht Ihre bisherige Website bereits auf WordPress, wird im Zuge des Relaunches auch meistens das Theme der Website ausgewechselt. Das ist sinnvoll, wenn das Theme nicht mehr aktualisiert wird oder es schlichtweg nicht mehr den Designanforderungen entspricht. Häufig bieten Themes nicht nur schöne Designelemente, sondern liefern auch eine Menge Funktionalitäten mit, die bei einem Wechsel verloren gehen und eventuelle ersetzt werden müssen. Diesen Aufwand müssen Sie bei einem Relaunch einplanen.

Haben Sie zum Beispiel für den Aufbau einzelner Seiten einen vom Theme mitgelieferten Page Builder im Einsatz, dann werden Sie die einzelnen Seiten mit großer Wahrscheinlichkeit nach dem Relaunch neu aufbauen müssen, denn die neue Vorlage zeigt nach dem Wechsel statt einem wohl gestalteten Seitenaufbau nur noch kryptische “Shortcodes”.

Um sich von einem Theme unabhängiger zu machen und künftige Design-Wechsel leichter zu gestalten, raten wir daher beim Aufbau einer WordPress-Website regelmäßig dazu, Funktionalitäten lieber durch Plug-ins umzusetzen, als die des Themes zu verwenden. Das macht Sie unabhängiger vom Theme und damit einen Wechsel zu dem neuen Design leichter, da Ihnen die Funktionen dann immer noch zur Verfügung stehen. Sie müssen die Plug-ins dann nur noch daraufhin testen, ob Sie mit der neuen Design-Vorlage kompatibel sind und eventuelle das Aussehen anpassen.

Kontrolle: Google Search Console

Es ist unbedingt vor und nach dem Relaunch einer Website zu empfehlen, dass Sie Ihre Website mit Hilfe der Google Search Console (ehemals “Google Webmaster-Tools”) kontrollieren. Die Search Search Console ist ein individueller Kommunikationskanal von und zu Google.

Das kostenlose Hilfsmittel teilt Ihnen mit, wenn etwas mit Ihrer Website nicht stimmt. So erkennen Sie schnell 404-Fehler, nicht erkannte Seiten usw. und können schnell reagieren. Zudem können Sie durch die Übermittlung einer neuen Sitemap.xml Google darauf hinweisen, dass sich Grundsätzliches auf Ihrer Website verändert hat.

Wie man WordPress mit der Search Console von Google verbindet, haben wir in dem gleichnamigen Beitrag beschrieben.

Analyse-Tools aktivieren

Während eines Relaunches, bzw. während der Erstellung der neuen Website, wird wie oben beschrieben in der Regel auf einer Testumgebung gearbeitet. Um die Ergebnisse in Google Analytics und Co. nicht zu verfälschen, werden diese Dienste während des Aufbaus der neuen Website natürlich noch nicht aktiviert. Umso wichtiger ist es, nach dem Relaunch den überarbeiteten Webauftritt wieder mit diesen Tracking-Tools zu verbinden, um fehlende Daten zu vermeiden und ggf. Einbrüche einzelner Seiten zu messen.

Insgesamt ist es ratsam, eine Übersicht von alten und neuen Besucherdaten zur Hand zu haben und ggf. auftretende Probleme mit der Auffindbarkeit der neuen Website schnell auszubessern.

Werben mit dem Relaunch

Ein Relaunch ist eine gute Möglichkeit, Aufmerksamkeit auf Ihre Website zu ziehen. Über Social-Media-Kanäle, Newsletter oder auch über Ihre alte Website lässt sich der Relaunch ankündigen. Machen Sie Kunden neugierig und bieten Sie ggf. passend zum Relaunch kleine Angebots-Aktionen oder ein Gewinnspiel an (eine neue Website allein holt niemand vor dem Ofen hervor). So können Sie Ihrer Website zusätzlich einen Besucher-Boost verschaffen und vielleicht für den einen oder anderen wertvollen Backlink sorgen.

Zu gu­ter Letzt: Hilfe bei Ihrem Relaunch

Wie Sie beim Lesen dieses Beitrags gemerkt haben, gibt es bei dem Relaunch einer Website so einiges zu beachten und zu planen. Für den Fall, dass Sie diesen Schritt nicht alleine gehen möchten, bieten wir Ihnen gerne unsere Hilfe an. Melden Sie sich einfach bei uns über unsere Projektanfrage mit einer kleinen Beschreibung Ihres Vorhabens und wir melden uns bei Ihnen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

 

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